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Ausbildungssituation - Fachkräftemangel...

Das Schuljahr geht dem Ende zu und damit rückt der Beginn eines neuen Ausbildungsjahres immer näher. Der vieldiskutierte Fachkräftemangel trifft jetzt zunehmend auch die oberfränkischen Praxen.

 

Die Ausbildungszahlen für das kommende Schuljahr sind spärlich und die Basis der oberfränkischen Unternehmen – die gut ausgebildeten Zahnmedizinischen Fachangestellten – drohen zukünftig immer mehr zu Exoten zu werden.

 

Die Eindrücke von den bisherigen Ausbildungsmessen belegen, dass die Attraktivität der ZFA-Ausbildung stark unter alten Klischees zu leiden hat. Lange und unzumutbare Arbeitszeiten, häufiger Notdienst an Wochenenden und wenig eigenverantwortliches Arbeiten sind Argumente, die es zu widerlegen gilt.

 

Auch die Ausbildungsvergütung wird als nicht attraktiv eingeschätzt. Sie bewegt sich im Vergleich zu anderen Ausbildungsberufen tatsächlich im unteren Drittel der Statistik, was den Vorstand der BLZK bewogen hat, die Ausbildungsvergütungen ab 01.04.2018 anzuheben.

 

Es liegt nun an Ihnen, junge Menschen für einen Beruf mit tollen Perspektiven zu begeistern. Aufstiegsfortbildungen zur ZMP, ZMV und DH bieten ein großes Spektrum für eigenständiges und verantwortungsvolles Arbeiten. Damit kann vielen Neigungen der Mitarbeiterinnen entsprochen werden.

 

Zu guter Letzt sei auch noch darauf verwiesen, dass schon ab dem zweiten Lehrjahr ein Auszubildender für die Praxis wirtschaftlich interessant ist.

 

Sollten die Ausbildungszahlen in Bayreuth, Coburg und Hof weiterhin so niedrig bleiben, droht eine Schließung dieser Schulstandorte zur Ausbildung der Zahnmedizinischen Fachangestellten mit der Konsequenz, dass die Ausbildung zukünftig zentral an einem Ort (Kompetenzzentrum Bamberg) für alle Auszubildenden stattfinden wird.

 

Dr. Alexander Mokosch, Referent für Zahnärztliches Personal

Dr. Rüdiger Schott, 1. Vorsitzender

Dr. Reiner Zajitschek, 2. Vorsitzender